Depressionen und Winter

Jetzt erwartet ihr sicher einen Text über den Winter, den dazugehörigen Depressionen und ganz viel schlechte Laune. Aber das bekommt ihr nicht, ha! Ich will euch nämlich nur aufmerksam machen auf zwei neue Texte von mir. Der erste Text, nun, der spiegelt ein bisschen meine depressive Stimmung wider hinsichtlich des Spielemarktes: der ist nämlich irgendwie langweilig geworden. Spiele, auf die ich mich freue, lege ich gelangweilt in die Ecke, wenn ich sie habe. Beispiel: Dishonored. Wie ich mich darauf gefreut habe! Aber was kam am Ende dabei heraus? Zwei Stunden Spielzeit und ein ganz mieses Gefühl. Mehr dazu erfährt ihr in meiner Kolumne auf Getgaming.de.

Der zweite Text, nun, der ist auch ein bisschen depressiv. Ok, anscheinend liegt der Winter doch schwer auf meinem Gemüt. Aber egal. Der Film „Winter’s Bone“ ist es einfach wert – er ist es wert, über ihn zu schreiben, ihn zu lieben, ihn bedingungslos weiterzuempfehlen. Und das tue ich auch, nämlich mit meiner Filmkritik auf Nerdgedanken.de.

So, noch was: ich habe gestern Inception gesehen. Kurzum: der beste und beeindruckendste Film, den ich je gesehen habe. Ehrlich. Da kommt nix ran. Kein Fight Club, Sieben auch nicht, American History X ebenso nicht. Inception ist in jeder Hinsicht groß: großartig, groß im Schauspiel, groß in der Handlung. Ha! Die Worte muss ich mir merken, ich versuche mich nämlich gerade an einer Filmkritik. Ob die jemals fertig wird und falls ja, wo ich sie dann veröffentliche, weiß ich noch nicht. Mal gucken.

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4players ist beste Erotikseite der Welt!

4players.de ist eine Spieleseite. Die berichtet über Spiele, inklusive Tests, Vorschauen, Videos, News und alles was dazugehört, um eine waschechte Spieleseite zu sein. 4players ist aber auch eine Spieleseite, die gern für Aufregung sorgt. Willentlich für Aufregung sorgt. Ich könnte jetzt Beispiele nennen, aber dazu bin ich zu faul.

Eins fällt mir noch ein: der kritische Herbst. Da berichtete die 4players-Redaktion über die manchmal zu enge Beziehung zwischen Journalist und PR. Das war positive Aufregung, weil man da als Nicht-Journalisten kleine Einblicke in die Welt der Spielejournalisten bekommt.

Jetzt hat 4players aber negativ für Aufregung gesorgt. Wie jedes Jahr vergibt die Redaktion die Jahres-Awards für die besten Spiele des Jahres. Schön und gut, machen die meisten kommerziellen Seiten. Aber: In der Kategorie „Bestes Actionspiel“ gewinnt bei 4players Journey.

Genau, das Journey, das beeindruckt, weil es still und ruhig und entspannend ist. Da explodiert nichts, es wird nicht geschossen – Journey lebt davon, einfach still zu sein. Und dann gewinnt diese Perle den Award für das beste Actionspiel 2012? Das ist ein Witz, eine Farce, eine Lächerlichkeit sondergleichen. Die Begründung der Redaktion liest sich indes genau so dämlich: „Journey hat demonstriert, dass man Action nicht nur skillbasiert und kompetetitiv, sondern auch als Erlebnis interpretieren kann.“

Bullshit! Ehrlich. Wenn ich in Darksiders 2 alles zerschlage, was bei drei nicht auf dem Baum ist – das ist Action. Assassin’s Creed 3 ist Action, ja. Aber nicht Journey. Niemals. Zu keiner Sekunde. Es wird genau einmal ein bisschen, ich sag mal, schneller in Journey, aber selbst das ist keine Action, schon gar nicht im Genre Action-Adventure angesiedelt.

Ich zitiere meinen alten Kollegen David: „Ey die erklären das doch! Weil es im weitesten Sinne ein Action-Adventure ist. Und da drin steckt das Wort Action. Action ist übrigens auch ein Film-Genre. Also könnte man im Prinzip auch sagen, Journey ist einer der besten Actionfilme des Jahres. Neben Der Hobbit und Bier. Weil mit Bier geht ja auch immer viel Action. Also ist Journey vielleicht auch das beste Bier des Jahres …“

Ich finde, man sollte 4players jetzt auch einen Award verleihen: für die beste Erotikseite im Netz! Weil Videospiele bekanntlich ja manchmal so gut sind, dass man erregt ist. Und wenn man erregt ist, kommt man doch automatisch auf Erotik. Und 4players berichtet über Videospiele, die uns erregen – also ist folgerichtig 4players eine Erotikseite. Die beste der Welt! Ich kauf‘ mir jetzt erstmal Taschentücher. Sonst kann ich 4players nie wieder besuchen.

Angeguckt: Zombies, Winter’s Bone, Terroristen

Holla die Waldfee, ihr Kinder der Nacht! Ich hab‘ mir mal wieder den ein oder anderen Film angeschaut. Waren sogar gute dabei! Einer sogar richtig, richtig gut. Aber ich schätze, jeder Film mit Jennifer Lawrence ist gut. Guckt sie euch halt an. Eine Schönheit:

Jennifer

Winter’s Bone

In diesem Film passiert nicht viel. Doch genau das macht ihn so fantastisch, so bedrückend, so pessimistisch. Schnell erzählt und doch auch nicht: Ree (Jennifer Lawrence) muss ihren Vater finden, der von der Polizei gesucht zu einem Gerichtstermin soll. Bleibt er dem Gericht fern, nimmt der Staat Ree das Haus und den dazugehörigen Wald weg, weil Rees Vater dies verpfändete. Ree steckt in Schwierigkeiten: Ihre Mutter krankt und vegetiert stumm vor sich hin, ihr Vater lebt als Drogenkrimineller irgendwo, aber nicht Zuhause und ihre beiden jüngeren Geschwister brauchen die Zuwendung, Pflege und Kontrolle von Ree.

Und da beginnt sie, die Geschichte um ein junges, 17-jähriges Mädchen, das ihren Vater finden muss, um ihre ohnehin schon leidtragende Familie zu retten. Wo ist Rees Vater? Steckt mehr dahinter als sein Drogengeschäft? Im hintersten Hinterland Amerikas macht sich Ree auf die Suche, trifft Menschen, die hässlich wie die Nacht ihr Dasein fristen im wohl trostlosesten Fleck auf Erden. Jeder ist mit jedem zumindest ein bisschen verwandt, jeder kennt sich, aber Ree stößt auf ihrer Suche immer wieder auf taube Ohren und ein bisschen Prügel. Eigentlich, so könnte man meinen, bietet dieser Stoff, der übrigens auf dem gleichnamigen Roman basiert, schön viel Spielraum für eine Handlung, die packt, dabei soziale Missstände aufdeckt und den Abschaum der Gesellschaft zeigt.

Aber all das passiert nicht. Zumindest nur auf eine langsame Art, auf eine Art, die oftmals mehr die grimmige Natur sprechen lässt, die wirkt als kämpfe sie gegen die Menschen, Tag für Tag, und dabei zu viel Kraft verbraucht, um schön zu sein. Manchmal, da geht Ree für einige Minuten schlicht durch die Wälder, durch dickes Laub, das wie ein Teppich aus Öl daliegt. Ree kämpft gegen den Abschaum der Gegend, sie kämpft gegen den Wunsch auszubrechen aus ihrem Leben, weg von all dem Gesocks, den Drogen, den Aussichten auf nichts und wieder nichts; und doch entstehen hier Bilder der Natur, die ohne dieses Grundgerüst und losgelöst jedweder menschlicher Erscheinung unfassbar depressiv wirken.

WintersBone

Genau deswegen spielt der Film damit, mit der naturgegebenen Darstellung des Aussichtslosen. Die Handlung spinnt sich von Moment zu Moment, ohne jemals viel zu erzählen, ohne jemals eine schnelle Kamerafahrt nach der anderen zu bieten. Es passiert Schritt für Schritt, aber langsamen Schrittes, die Schritte zögern. Umso genialer, wenn Jennifer Lawrence es schafft, Ree eine derartige emotionale Tiefe zu verleihen – dieses arme junge Ding räumt ihrem kriminellen Vater hinterher, um ihr eigenes Leben, das beschwerlich genug ist, auch noch auf die Reihe zu bekommen. Jennifer Lawrence stellt dieses Mädchen so berührend dar, so überzeugend und authentisch, dass ich mich frage, ob ich jemals eine 20-jährige Schauspielerin so gut habe spielen sehen.

Dazu kommt Teardrop (John Hawkes), Rees Onkel, der einfach mal mehr Angst einjagt als Freddy Kruger. John Hawkes schauspielert hier zusammen mit Lawrence einfach mal alles an die Wand, was ich in den letzten Jahren in Filmen gesehen habe. Zurecht waren beide für den Oscer nominiert.

Wer mir sagen würde, hey, der Film ist langweilig: ich würde es verstehen. Musikalische Untermalung ist quasi nicht vorhanden, man könnte dem Film vorwerfen, zu verliebt in die depressive Stimmung der Natur zu sein, ja man könnte sogar sagen, die Hinterwäldler zu klischeehaft darzustellen, aber all das macht für mich den Film aus. Niemand lächelt in dem Film, warum sollte auch die Natur lächeln? Dieses ganze Hinterwäldlertum, verköpert durch Laiendarsteller, die zum Teil erst bei Drehbeginn gefunden worden, packt mit der authentischen Darstellung. Winter’s Bone lebt aus dem Zusammenspiel zwischen subtilem, stillem Schauspiel und der archaischen Faszination der tot wirkenden Natur.

Bewertung: 11 von 10 Oscars für Jennifer Lawrence und John Hawkes!

Four Lions

Irgendwie wollen vier Terroristen in Englang im Auftrag Allahs irgendwas in die Luft sprengen. Vielleicht eine Apotheke, „weil voll wichtig“. Oder eine Moschee, um die anderen islamischen Brüder aufzuwecken. Klingt absurd? Das trifft Four Lions auf den Punkt. Eine durchgedrehte Satire über den Terrorismus, den Glauben und der Frage, ob Wookies nun Bären sind. Allein diese Szene! Da streiten zwei Polizisten tatsächlich darüber, ob ein Wookie ein Bär ist und ob sie gerade das richtige Ziel ausgeschaltet haben.

Der Film lebt von irrwitzigen Ideen und der manchmal sehr plumpen Darstellung der Terroristen. Omar stellt da noch den Vernünftigsten dar: ihm reicht es, das Ansehen der Moslems leiden zu sehen und will was ändern. Waj macht mit, weil der strunzblöd ist. Und Berry, ein islamischer Konvertit, will unbedingt eine Moschee in die Luft sprengen, weil das ja eine Wirkung haben soll. Oder so. Wenn da vier Terroristen fast in Hocke mit Sprengstoff wie wild über die Straße laufen, dann ergibt sich ein Bild, über den jeder Miesepeter der Welt lachen muss. Witzig, böse, und doch herrlich unbeschwert.

Bewertung: Vier von fünf Bomben, weil ein Wookie kein Bär ist!

Untote wie wir

Ein US-Soldat stirbt im Irak, wird in Amerika beerdigt und steht als Zombie wieder auf. Und dann braucht er Blut, um zu überleben. Also ist er vielleicht doch eher Vampir? Vielleicht ein untoter Vampir? Keine Ahnung. Jedenfalls: Der Zombie entschließt sich, den Bösen der Stadt Einhalt zu gebieten – er kann ja eh nicht sterben. Also tötet er sie alle, trinkt deren Blut, er rettet die Welt, bis alles ganz böse aus dem Ruder läuft. Klingt ja alles toll, aber ich habe mich irgendwie gelangweilt. Warn ja zwei, drei Lacher dabei, aber irgendwie waren die Schauspieler mies, der Spannungsbogen war schlaffer als die Speckfalten von Rainer Calmund und sowieso war das alles schrecklich öde. Da hilft auch das Zombiegedöns nicht. Schade.

Bewertung: Gibt’s nicht, bin zu müde.

Ich hab‘ sie, die perfekte Frau

Ich sah die perfekte Frau. Sie blutet, weint, stöhnt. Das ist jetzt keine Empfehlung für ein Erotikfilmchen, sondern die Beschreibung von Lara Croft im neuen Tomb Raider. Das habe ich nämlich angespielt, direkt bei Square Enix vor Ort. Solche Anspielevents sind allgemein immer eine tolle Sache. Ich war beispielsweise in London, zwei Tage, Sony-Event. Untergekommen sind wir in einem gerade neu eröffneten Hotel, vier Sterne vielleicht, gefühlt eher acht. Als wir Journalisten da standen, in der Eingangshalle, war gerade die Eröffnungszeremonie. Wichtige Menschen aus England hielten Reden, festlich gekleidet, im Anzug, schicke Kleider – dazwischen wir Spiele-Journalisten in Jeans, Hemd, müde, ausgelaugt, gerade Killzone 3 gespielt.

Das waren zwei Welten. Genau wie beim neuen Tomb Raider: auch dort treffen zwei Welten aufeinander. Einmal steht da die blutjunge Lara, zerschunden und misshandelt, sie weint und jammert, wenn sie tötet. Und dann gibt  es die Lara, die erbarmungslos tötet, egal wie viele es sind, sie tötet einfach. Man könnte das kritisieren, richtig schlecht finden. Ich find’s nicht schlecht. Hier findet ihr meine Meinung zur absolut perfekt aussehenden Lara Croft: klick mich!

Angeguckt: Cabin in the Woods, 96 Hours, Schwergewicht

Wenn man einen Blog hat, steht man in einer gewissen Verpflichtung den Lesern gegenüber. Wer schreibt, will gelesen werden – das wusste schon Goethe, Schopenhauer oder Wolf Schneider. Deswegen wäre es auf Dauer unangebracht, wenn ich hier das bereits Geschriebene verlinke. Mein Blog braucht schließlich einen gewissen Mehrwert. Und wie geht das am besten? Klar, indem ich auch hier schreibe. Tja, genialer Schachzug, oder?

Ich habe das Format, das ich gleich vorstelle, mindestens schon auf 55 anderen Blogs gesehen. Aber: egal. Was die können, kann ich schon lange. Vermutlich qualitativ minderwertiger, aber: egal. Meine Damen, meine Herren, ich stelle vor mein neues Blog-Format: Angeguckt! Ja, schau an, „Angeguckt“! Da geht es im Prinzip um kurze Kritiken zu Filmen und Serien, die ich mir in den vergangenen Tagen angeschaut habe. Dabei lege ich keinen Wert auf Nuancen im Schauspiel oder whatever: ich hasse zugegebenermaßen nichts mehr als „intellektuelle“ Filmkritiken, die als Inhalt nur aufgeblähte und furchtbare Fremdwörter bieten. Das will ich nicht. Ich schreib aus der Leber heraus, wie das Gesehene auf mich wirkte. Ohne Gewähr. Und Gewehr. Los geht’s, meine lieben Liebenden!

96 Hours – Taken 2

Ja, was war das denn? Nix war das, gar nix! Der erste Teil war noch richtig fett: der alternde Liam Neeson tritt einfach mal Ärsche wie Chuck Norris, nur in cool. Wie er da Türen eintritt, Jungspunde verkloppt, einfach aus purer Wut alles tötet was mindestens ein Bein hat – ganz großes Actionkino. Aber der zweite Teil? Nee, das war kein großes Actionkino. Das war leider alterndes Actionkino. Neeson wirkte schwerfälliger, irgendwie älter, verbraucht. Auf Action getrimmte Autofahrten langweilten mich wie der Duden – und die füllten auch noch die Hälfte des Films! Gut, Maggie Grace als Kim: nett anzusehen, ohne Frage. Eigentlich war auch das Grundgerüst vielversprechend: Statt der Tochter wird Mutter und Vater entführt. Geht aber nicht auf. Weil die Action wenig packt, weil es irgendwie zu inszeniert, zu gewollt ist.

Es kommt nicht auf dieses Gefühl von unbändiger Wut. Eben dieses Gefühl, das man Neeson ansah im ersten Teil, zu jedem Zeitpunkt, bei jedem Schuss, jedem Schlag. Hier prügelte er sich nur einmal richtig leidenschaftlich und zwar am Ende. Das war ein richtiger Faustkampf, wie echte Männer ihn führen. Davor lässt er gefühlt fünf mal seine Frau gefesselt und geschunden zurück. „I’ll be back“, sagte der Terminator. Er hat es wenigstens eingehalten!

Bewertung: Zwei von fünf Faustschlägen. Weil wegen ist so!

Das Schwergewicht

Good old Kevin James hat nur eine Begabung: er bringt Menschen zum lachen. Eine schöne und lobenswerte Begabung, auf alle Fälle. Aber nach einigen selbst für ihn schwachen Filmen kam endlich wieder ein Knaller raus: Das Schwergewicht. Handlung: Kevin James als ehemals bester Lehrer, jetzt gelangweilt von seinen dummen Schülern. Als plötzlich der Musikunterricht gestrichen werden soll, auf Grund von Geldnöten, beschließt er, mit Mixed-Martial-Arts-Kämpfen Kohle zu verdienen. Erst will er nur verlieren; weil es selbst da noch richtig Kohle regnet! Aber wie das so ist mit dem Ehrgeiz: Er bekommt professionelle Hilfe und geht sogar in die UFC, die höchste MMA-Liga.

Gut, für die Geschichte gibt’s kein Preis für Innovation. Da hätte Uwe Boll spannenderes hinbekommen. Aber: es macht Spaß. Wenn Kevin James nach einem anstrengenden Kampf auf seinen besiegten Gegner kotzt, biedert er sich zwar an am plumpen Humor, aber genau das ist mein Humor. Was habe ich bei der Szene gelacht, herrlich! Auch seine Flirtversuche bei Salma Hayek – wie der letzte Tölpel! Klar, am Ende geht alles irgendwie gut aus, die Kinder sind happy, Kevin James hat ein breiteres Kreuz als Jesus und die Welt dreht weiter ihre Runden. Doch wenn die heile Welt so viel Spaß macht – dann immer wieder gern!

Bewertung: Fünf von fünf Spaßsterne. Oder so.

Anal mit dem Wal

Hat manchmal seine Längen.

Cabin in the Woods 

Alles für die Quote: der Quoten-Schwarze, die Quoten-Blonde, der Quoten-Sportler, der Quoten-Kiffer, die Quoten-Heldin. Und dann noch in einem Horrorfilm! Das wirklich Gute daran ist: es funktioniert! Bei Gott und Kratos und Boris Becker: Cabin in the Woods macht unfassbar viel Spaß! Selten habe ich bei einem Horrorfilm so gelacht und war gleichzeitig so neugierig auf die Entwicklung der Handlung. Ausgangspunkt der Geschichte: Fünf junge Erwachsene machen Urlaub, mitten im Wald, altes Haus, fernab jedweder Zivilisation. So weit, so bekannt. Aber immer wieder kommen Wissenschaftler ins Bild, geben Wetten ab, haben die Truppe auf zahlreichen Bildschirmen, sie haben irgendwie alles im Blick.

Und dann kommt es, wie es kommen muss: Sie entdecken im modrigen Haus einen tiefen und dunklen und natürlich total mysteriösen Keller. Szenenwechsel: Wieder die Überwachungszentrale, Bildschirme zeigen Zombies, die aus ihren Gräbern steigen. Was geht hier ab? Die „Truman Show“ im Horrorgenre? Fast. Die Wissenschaftler lenkt die Truppe gezielt mit Türen, die sich abschließen wenn sie es wollen, mit speziellem Gas, das die sexuellen Antriebe warmlaufen lässt, und als die Zombies kommen, fädeln die Wissenschaftler alles so ein, dass die Gruppe im Haus nur sterben kann. Die Spannungskurve hält sich angenehm bei „ich will mehr wissen!“, bis es am Ende einfach nur absurd und unglaublich wird. Aber im positiven Sinne! Plötzlich erscheinen einfach ALLE Monster, die das Horrorgenre je gesehen hat, und der Plan, die Erde zuretten, geht ganz schön schief. Herrlich! Abstrus, urkomisch, nicht wirklich gruselig, aber ziemlich atmosphärisch. Und wenn Wolf Schneider lesen würde, wie ich mich Adjektiven um mich werfe, er würde mich furchtbar, furchtbar schlagen!

Bewertung: Fünf von fünf Zombies, weil Zombies cool sind.

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So, das war die erste Ausgabe von „Angeguckt“, dem kreativsten Format unter allen Blogs dieser Welt und Bayern. Und jetzt haut mal bitte ein paar Filmtipps in die Kommentare oder sonst einen Müll: hauptsache Kommentare!

Ich liebe Zooey!

Letztens, so am Wochenende, knutschte ich wild mit meiner Muse rum. Da habe ich nämlich innerhalb von 90 Minuten eine neue Kolumne geschrieben. Rekordverdächtig, denn sonst brauche ich länger. Was manchmal ein Problem ist, wenn man Stunde um Stunde an einem Text sitzt und er nicht fertig werden will.

Jetzt habe ich meine Liebeserklärung an Zooey Deschanel verfasst, auf nerdgedanken.de. Innerhalb von 90 Minuten. Und alle so: yeah. Hier geht’s zum Artikel: klick. Ich glaube, ich verdanke meiner unbeschreiblichen Liebe zu Zooey, dass der Artikel so flott von der Hand ging. Würde ich doch alles so sehr lieben wie sie!

Küssen und schreiben

Gleich zwei Texte erblickten gestern das Licht der Welt. Der eine Text dreht sich erneut ums küssen – der zweite Teil von „Intensivkurs Küssen“ ist erschienen! Die Welt bebt vor Freude, der Papst ruft vor Erregung eine heilige Messe aus und der deutsche Recherchebund hat mich für alle möglichen Kategorien nominiert. Ja, so läuft ein Tag ab in meinem Leben. Ganz normal, wirklich. Jedenfalls: Im zweiten Teil dreht sich alles um den Ort und den Zeitpunkt. Jahrelang habe ich Studien durchgeführt, die mein Geschriebenes faktisch beweisen. Klar.

Und noch ein anderer Artikel wurde veröffentlicht: Meine Liebeserklärung an Schreiben. Zugegeben: Eigentlich sollte man ja hinter seinen Werken stehen, davor stehen wäre ja auch irgendwie blöd, aber irgendwie gefiel mir der Artikel bis zuletzt nicht so. Wenn ich schon der schriftlichen Kunst meine Liebe beweise, so sollte der Text sprühen und glänzen und verzaubern vor Leidenschaft. Tut er nur teilweise, wie ich finde. Na, macht nichts. Definitiv nicht mein schlechtester Artikel, aber den Literaturnobelpreis verdiene ich dafür noch nicht so ganz. Kommt aber noch.

Derzeit sind viele weitere Artikel geplant. Beispielsweise über die Helden in Videospielen – ich weiß aber noch nicht genau, was da drin steht. Mal gucken. Irgendwas kommt da schon noch. An Ideen mangelt es keineswegs.

Intensivkurs Küssen – es wird schmutzig!

Verändern muss ich mich, weiterbilden vielleicht auch, neu erleben heißt die Devise. Deswegen schreibe ich ab sofort für das Männerportal menscore.de. Ein Blick auf die Seite verrät: Hui, was für Themen! Ja, richtig, was für Themen. Schmutzige Themen, manchmal zumindest, oft aber sehr hilfreiche und medizinisch fundierte Themen, eben für den Mann, der akute Probleme hat – besonders im Intimbereich.

Aber es geht auch anders: es erscheint jetzt eine Artikelreihe übers küssen auf ebendieser Seite. Der erste Teil ist jetzt lesbar, klickt hier: hier klicken. Zugegeben: ein Artikel über das Mundverwöhnen von Jannick, diesem Jannick, der sonst fast nur über Videospiele schreibt? Richtig. Nur weil ich über Videospiele schreibe, heißt es ja nicht, das ich nicht fähig bin, übers küssen zu schreiben, geschweige denn selbiges nicht beherrsche. Wobei da ja auch vieles Recherche ist in dem Artikel. Will ja nicht behaupten, ich sei der weltbeste Küsser.

Jedenfalls: in den nächsten Monaten entstehen weitere Texte auf menscore.de, über ganz unterschiedliche Themen, die ihr von mir nicht erwartet. Macht auf jeden Fall Spaß zu schreiben, eben über die Themen, die ich schriftlich bislang kaum festgehalten habe.

Müde

Kennt ihr das? „Was?“, fragt ihr jetzt. Schon falsch. Na, diese Müdigkeit. Ich bin so unfassbar müde. Das passiert oft, sehr oft. Manchmal sage ich mir, hey, sage ich, du bist jung, du kannst das ab. Aber wenn man täglich um die fünf Stunden schläft, rächt sich der Körper so radikal wie Bruce Willis an seinen Gegnern. Mit viel Maschinengewehr-Gedöns kommt die Müdigkeit plötzlich daher, und schwupps, kippst du aus den Latschen, weil du so müde bist. Mir geht das gefühlt seit drei Monaten so. Weiß nicht, ist einfach so. Egal wie lange ich schlafe, es geht einfach nicht weg. Finde das ein bisschen nervig.

Aber hey, nützt ja nichts. Muss man durch. Doch wenn die Augen schwer wie Blei sind, will ich eigentlich nirgends durch. Nachher renne ich noch gegen ein Schild, zack, Sekundenschlaf, Sekundenbeule und Sekundenkrankenhausaufenthalt. Oh, fuck, das waren zu viele Silben. Ich lese nämlich gerade alle Bücher von Wolf Schneider, Deutschlands wohl krassester Stilkritiker. Was ein Typ, ehrlich! Aber dazu später mehr. Bevor hier noch mein Kopf auf die Tastatur knallt, gehe ich lieberjiosajdhuaihfu heu2391r9403qru4.

Moin und so

Ich habe jetzt einen Blog. Keinen Notizblock, das ist furchtbar altmodisch. Ein Blog, mit weichem „g“, ist vielmehr ein elektronischer Notizblock. Hier kann ich schreiben was ich will. Total super! Auf einem Notizblock, da könnte ich auch schreiben was mir auf der Leber liegt. Aber das mache ich nicht, sieht ja keiner. Müsste ich ja einscannen und dann auf meinen Blog stellen. Also auf den Blog mit weichem „g“.

Was erwartet euch hier? Ein selbstverliebter, pubertärer Sonderling? Kommt hin. Ich schreibe hier über Sachen, über die ich geschrieben habe. Nicht verstanden? Ok, noch mal: ich schreibe über Sachen, über die ich geschrieben habe. Eigentlich schreibe ich hier auch über Sachen, über die ich noch nicht geschrieben habe. Also Missstände in der Welt beispielsweise: mein frustrierendes Sexleben, mein stetig wachsender Haarausfall und andere schlimme Dinge.

Ich will auch gar nicht viel rumlabern und das übliche Gedöns ablassen. Verfolgt einfach meinen Blog, sonst verfolge ich euch. Und guckt euch hier mal um. Und hier.

Danke.

PS: Ich bastel hier noch nebenbei immer so ein bisschen am Blog rum. Ist noch nicht fertig hier, weischt?